Tabletop.social – Twitter für Rollenspieler

Das Format des Mikroblogging kennt man ja eher von Twitter, aber es gibt da auch alternative Anbieter. Durch kensanata bin ich nun über tabletop.social gestolpert, eine Mikroblogging-Plattform für Rollenspieler.

Was ist das schöne an tabletop.social? Nun, eigentlich braucht man niemanden zu folgen, sondern nur auf die Startseite zu gucken und schon sieht man haufenweise Beiträge zu Rollenspielen. Während man auf Twitter nach Rollenspielern suchen muss, begrüßen sie einen auf tabletop.social förmlich. Man sollte natürlich dennoch einigen Leuten folgen, die Sachen schreiben, die man toll findet, aber theoretisch geht es auch ohne.

(Hinweis 04.01.2019: In der ursprünglichen Version verwies der Artikel auf dice.camp. Inzwischen hat sich aber eine größere und besser gepflegte Instanz für Rollenspieler herauskristallisiert, weshalb ich die Links angepasst habe.)

Anmeldung

Die Anmeldung geht einfach: Man sucht sich einen Profilnamen aus (wie man auf tabletop.social heißen will), gibt seine E-Mail-Adresse ein und vergibt ein Passwort.

Nicht wundern, wenn im Wizard (Erste Schritte) häufiger der Name Mastodon auftaucht: Das ist die Software, auf der tabletop.social läuft. Für diese Anleitung bedeuten Mastodon und tabletop.social quasi das gleiche.

Profil

Der nächste Schritt ist, sein Profil zu bearbeiten.  Das erste Feld ist der gewählte Spitzname, im zweiten gibt man eine kurze Beschreibung ein, welche Rollenspiele und Spielstile man bevorzugt. Die wichtigsten Schlagwörter kennzeichnet man dabei mit einer #, dadurch werden sie zum Hashtag und können einfacher gefunden werden. Das könnte dann so aussehen:

Ich liebe Rollenspiel, besonders mit , bin aber auch ein großer Fan taktischer Elemente bei .

Dieser Eintrag ist sehr wichtig, denn ohne einen solchen Eintrag wird man kaum Leute finden, die mit einem sprechen wollen.

Das Profilbild ist sozusagen der Avatar, es wird als kleines Bildchen in jedem Post angezeigt. Kopfbild braucht man nicht. Speichern, dann wäre dieser Schritt schon fertig.

Oberfläche

Danach kann man schon loslegen. Tabletop.social hat eine viergeteilte Oberfläche: Startseite, Mitteilungen, Lokale Zeitleiste und Föderierte Zeitleiste.

Auf der Startseite sieht man Nachrichten von Leuten, denen man folgt, und eigene Beiträge.

In den Mitteilungen sieht man Antworten auf eigene Beiträge und sonstige Hinweise in Bezug auf eigene Nachrichten (z.B. wer ein Sternchen für einen Beitrag vergeben hat oder ihn teilte).

Auf der lokalen Zeitleiste sieht man alle Nachrichten, die auf tabletop.social geschrieben wurden, von allen Nutzern. Für den Anfang ist dies die wichtigste Zeitliste, hier findet man Leute mit ähnlichen Interessen und interessante Diskussionen, an denen man sich beteiligen kann.

Für die föderierte Zeitleiste wird dann der Unterschied zwischen tabletop.social und Mastodon wichtig. Es gibt (neben tabletop.social) noch dutzender anderer Seiten, die Mastodon benutzen. Alle diese Seiten können sich miteinander austauschen. Die Nachrichten der anderen Seiten erscheinen in der föderierten Zeitleiste. Die benötigt man äußerst selten, für den Augenblick sollte man sie ignorieren.

Erste Schritte

Als allererstes sollte man sich kurz vorstellen. Dazu im Feld „Was möchtest du schreiben“ den Namen nennen und eigene Interessen (wieder als Schlagworte mit #) aufzählen, danach auf Tröt drücken.

(Warum Tröt? Nun, die Software heißt Mastodon, wie das Mammut. Wie jeder weiß, tröten [toot] Elefanten und Mammute. Twitter hingegen hat als Symbol einen Vogel, deshalb zwitschert [tweet] man die Nachrichten dort.)

Als nächstes sollte man die lokale Zeitleiste öffnen und einfach mal die Nachrichten lesen, die dort geschrieben wurden. Klingt eins der Themen interessant? Dann auf den Text der Nachricht klicken und schon öffnet sich das Diskussionsfenster. Darin sieht man alle Nachrichten, die mit der angeklickten Nachricht zusammenhängen. An oberster Stelle steht immer die ursprüngliche Nachricht. Am besten klickt man noch einmal auf die ursprüngliche Nachricht, um einen Überblick aller Antworten zu erhalten. Wenn man auf eine Antwort klickt, sieht man nur die Beiträge, die direkt mit dieser einen Nachricht zusammenhängen und nicht alle Antworten auf die ursprüngliche Nachricht.

Wenn man nun auf die Profilbilder der Nachrichten klickt, kommt man zur Profilseite desjenigen, der sie geschrieben hat. Dort sieht man eine Übersicht aller seiner oder ihrer Nachrichten aus der letzten Zeit. Wenn die alle zu den eigenen Interessen passen, sollte man diesem Profil nun folgen. Das geht, indem man auf das graue Personen-Symbol mit dem + schräg über dem Profilbild klickt.

Profilen auf anderen Instanzen folgen

Unter Umständen erscheint eine seltsame Seite, in der steht, das Profil sei unter Umständen unvollständig. In diesem Fall stammt die Nachricht ursprünglich von der föderierten Zeitleiste. In diesem Fall fordert einen ein Eingabefeld auf, Profilname und Domain, von der man folgen möchte, einzugeben.

Das hat mich zunächst etwas verwirrt, aber die Lösung lautet: Profilname bezieht sich auf den eigenen Profilnamen. Die Domain heißt tabletop.social. Dazwischen kommt ein @. Man tut also einfach so als sei tabletop.social eine E-Mail.

Tabletop.social auf dem Smartphone

Ich benutze tabletop.social (bzw. die andere Mastodon-Instanz) immer über die Weboberfläche, es gibt aber auch Apps, mit denen man es etwas komfortabler hat.

2 Gedanken zu „Tabletop.social – Twitter für Rollenspieler

  1. Pingback: Medium der Wahl – Gelbe Zeichen

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