Media Monday #290

Neue Woche, neuer Medienmontag (und diesmal sogar gleich zu Wochenbeginn).

1. Resident Evil habe ich mir ja eigentlich nur wegen Milla Jovovich angesehen, wobei der Film dann doch eher wegen der coolen Actionszenen im Gedächtnis blieb.

2. Wenn ein Film so dermaßen gehypt wird wie im Moment „La La Land“, dann gucke ich ihn trotzdem nur, wenn mich der Film auch anspricht. In diesem Fall daher eher nicht im Kino.

3. Im noch jungen Jahr hat mich die Nachricht, dass .

4. Schaue ich mir meine Filmvorlieben so an, scheint Morgan Freeman bei der Rollenauswahl überdurchschnittlich häufig ins Schwarze zu treffen, schließlich wüsste ich spontan keinen Fall, in dem ich ihn schlecht fand.

5. Quentin Tarantino hat ihren/seinen Zenit längst überschritten, immerhin bleibt mir die Erinnerung an jene seiner Filme, die ich mochte.

6. Von all den Dingen, mit denen man mir eine Freude machen könnte, wäre es wohl das Größte, mich zum Essen mit guter Musik einzuladen.

7. Zuletzt habe ich Emerald City angefangen und das war überraschend gut , weil es nicht versucht, die Geschichte um Oz neu zu erzählen, sondern das Land als Basis für eine eigene Geschichte zu verwenden scheint.

Aufsehenserregende Springbrunnen

Vor einiger Zeit habe ich ja einen Beitrag über magische Quellen geschrieben, jetzt bin ich durch Zufall über einige Bilder gestolpert, die sich hervorragend als Vorbild für solche Quellen eignen.

Małgorzata Chodakowskas Springbrunnen zeigen menschenähnliche Bronzeskulpturen, die vom Wasser komplettiert werden.

Die Julie Penrose Fountain (Continuum) im America the Beautiful Park der Stadt Colorade Springs könnte gut ein Tor in die elementare Ebene des Wasser darstellen.

Bei der Fuente del Barco de Agua handelt es sich um einen Springbrunnen in Form eines Segelbootes; es steht am Strand von Malvarrosa in Valencia.

Wein der Ewigkeit und Schattenschwert

Diesen Monat geht es nicht nur beim Karneval der Rollenspiele um Verwunschenes, Verzaubertes und Verfluchtes, nein, zu allem Überfluss schreibe ich auch noch einen Dungeon. Da gehören selbstverständlich magische Gegenstände rein.

Wein der Ewigkeit

Ein dunkler, fast schwarzer Wein, der ein samtiges Bouquet verströmt. Das Gefäß, in dem sich der Wein befindet, fühlt sich stets kühl an, nach dem Öffnen gefriert die Feuchtigkeit in der Nähe und bildet Raureif.

Illyrischer Krug

Wer den Geruch des Weins tief einatmet, fühlt absolute Sicherheit. Wer einen Schluck davon nimmt, fühlt, wie ihn Kälte durchströmt, aber fühlt sich seiner selbst vollkommen sicher und kann für 1W6 Stunden nicht mehr von bewusstseinsbeeinflussenden Zaubern betroffen werden. Bereits bestehende Zauber verlieren dauerhaft ihre Wirkung.

Wer die Wirkung allerdings wiederholen will, muss jedes Mal einen Schluck mehr nehmen als beim Mal davor. Hierbei durchströmt den Trinker jedes Mal eine Grabeskälte, die seine Seele stückchenweise davonspült. Ab der zweiten Anwendung muss der Trinker daher jedes Mal einen Rettungswurf gegen Tod, erschwert um die Anzahl der bisherigen Anwendungen, würfeln. Bei einem Fehlschlag verwandelt er sich in einen Schatten.

Schattenschwert

Dieses Bronze-Kurzschwert sieht aus, als sei es vollständig von einer schwarzen Patina überzogen. Es fühlt sich ungewöhnlich kühl an, liegt ansonsten aber gut in der Hand. Bei genauerer Überprüfung fällt auf, dass es keinen Schatten wirft.

Illyrisches Kurzschwert

Bei einem Treffer verursacht es neben dem normalen Waffenschaden +3W6 Kälteschaden, es gilt ansonsten in jeglicher Hinsicht als Waffe +1, +3 gegen Lebewesen.

Allerdings verliert der Angreifer mit jedem Treffer einen Punkt Konstitution. Wenn seine Konstitution auf null fällt, wird er zu einem Schatten. Die Konstitution lässt sich nur regenerieren, wenn zunächst der Zauber »Fluch brechen« auf den Charakter gesprochen wird und er sich anschließend pro verlorenem Punkt Konstitution für 10 Stunden in der Sonne aufhält.

Die Gräber vor der Kirche und der Illyrische Palast

Die Gräber vor der Kirche sind deutlich älter als die meisten vermuten, denn sie gehen bis in die illyrisch geprägte Zeit zurück. Sie ermöglichen Zugang zur illyrischen Ebene des Dungeons, wenn man zur richtigen Zeit den richtigen Weg wählt.

Grundsätzlich kann man die Gräber nur zu den vier Übergangszeiten (Morgendämmerung, Abenddämmerung, Mittag, Mitternacht) betreten. An Tagen mit enger Verbindung zu den Bestatteten mag es auch zu anderen Zeiten gelingen.

Hierzu muss man während der Übergangszeit auf das Grab klopfen und auf illyrisch den eigenen Namen gefolgt von »begehrt Einlass« zu sagen, wie örtliche Legenden erzählen. Allerdings sprechen die heutigen Einwohner mit bosnisch eine komplett andere Sprache, darüber hinaus wurde die illyrische Sprache seit etwa 600 v. Chr. langsam vom Griechischen verdrängt und starb um die Zeitenwende herum aus, weshalb es schwierig werden dürfte, die korrekte Betonung und Aussprache zu lernen, selbst wenn man die entsprechenden Worte aus Schriftquellen rekonstruiert.

Wenn sich das Grab öffnet, gelangt man in einen unterirdischen Palast, im Palast ist es so hell wie zur entsprechenden Zeit auf dem Friedhof. Um das Eingangstor (0) herum ist eine Schlange eingemeißelt. Sie scheint mit einem über ihrem Kopf fliegenden Vogel zu kämpfen. Die Tür an sich steht offen, bei Untersuchung strahlt sie Magie aus.

Wenn man Einheimischen von dieser Statue berichtet, erwähnen sie oft erschreckt das Wort Meknjača und bekreuzigen sich (Christen) oder murmeln Maschalla (Muslime). Sie erzählen, die Nachtschwalbe sei von Gott verflucht, ewig zu fliegen, und könne erst am Tag des Jüngsten Gerichts landen. Es sei üblich, ihnen zur Abenddämmerung ein Opfer von verbrannten Obstschalen darzubringen.

Im örtlichen Volksglauben heißt es, Schlangen seien die Wächter eines Hauses und gierten danach, die Sonne zu verspeisen. Um ihren Fluch zu entgehen, lassen sich viele Einheimische eine Schlange auf die Hand oder den Arm tätowieren. Andernfalls ließen sie sich aber auch durch die Gabe des Sonnenmetals Gold beschwichtigen.

Wenn man dem Vogel das verlangte Brandopfer darbringt, heilt er den Opfernden. (2W6 Lebenspunkte einmal pro Tag, Krankheit heilen einmal pro Woche.)

Die Schlange verflucht jeden, der das Tor durchschreitet, und weder eine Schlange eintätowiert hat noch sie mit einer Goldmünze füttert. (−2 auf alle Angriffe und Rettungswürfe für einen Tag.) Wenn die Schlange bemerkt, dass jemand einen Gegenstand aus dem Palast stehlen will, rollt sich sie zusammen und versperrt so das Tor. Bei Versuchen, den Schlangenkörper zu beschädigen, greift sie an (Spirit Naga).

Der etwa 3 m Innenhof (1) scheint mit Kopfstein gepflastert, in Wirklichkeit wurde aber nur das Aussehen von Kopfstein in den Boden gemeißelt. Die Decke stellt immer den Himmel über dem Friedhof dar, wobei die Sonne durch ihr mythologisches Gegenstück ersetzt wurde: Utva, die goldgeflügelte Vogelfrau, die die Sonne über den Himmel zieht (und nachts auf der Rückseite wieder zurück). Sollte Utva beschädigt oder entfernt werden, erlischt das Licht und der Palast wird normal duster. In die restliche Höhlendecke wurde ein stilisierter Himmel eingemeißelt. Ansonsten ist der Raum leer.

Schatz im Innenhof

  • Utva-Statuette mit goldenen Flügeln (500 Gold)

Im Handels- und Audienzsaal (2) empfinge der Adelige Händler und Bittsteller, wenn es solche gäbe. Außer einem Tisch und einigen Hockern am südlichen Ende des Raumes ist der Raum leer.

Im Vorratsraum (3) stehen mehrere Topfkrüge (Ollas) und Kannenkrüge (Broccas). Eine der Ollas enthält den Wein der Ewigkeit, wer davon trinkt, lebt so lange, bis eine Schwalbe seine Seele zur Sonne trägt. (Auf diese Weise entstanden die Schatten in Zimmer 7.)

Die Küche (4) enthält eine Waschgelegenheit, eine Speisekammer und eine Kochecke mit Herd. In der Speisekammer hängen die Schatten von Lebensmitteln.

Eine Treppe (5) führt nach oben. Die Schatten sagen, sie führe ins Oberschoß und die Schlafgemächer, die Helden allerdings finden nichts dergleichen. Sie haben vielmehr das Gefühl, durch 6 m Wasserwand zu steigen, bevor sie in einem komplett anderen Umfeld herauskommen (Griechischer Dungeon).

Die Schatzkammer (6) bewachen die Wachsfiguren zweier leichtgerüsteter illyrischer Kämpfer (Krieger, Rüstung 3, Stufe 4) und vierer Wachhunde (Wolf). Sobald sie sehen, wie sich jemand am Schatz zu schaffen macht, greifen sie an, ansonsten verhalten sie sich wie normale Wachsfiguren. Sollten sie von einem Kampf in einem der anderen Räume des illyrischen Palastes hören, kommen sie den Bewohner in drei Runden zu Hilfe.

Schätze in der Schatzkammer

  • 15.000 Silber in Truhen
  • 500 Elektrum
  • 10 Lapislazuli (á 25 Gold)

Illyrischer leichter Infantrist.

In der Festhalle (7) feiern neun Schatten ein herzliches Gelage. Alle sprechen illyrisch, zwei auch (gebrochen) altgriechisch. Sie leben außerhalb der Zeit, weshalb sie nicht wissen, dass sie tot sind und wie lange, haben also entsprechend auch die gleichen Wünsche und Vorlieben wie Lebende, können sie allerdings nur genießen, wenn das Objekt der Begierde vorher ins Jenseits versetzt wurde. Sie sind nicht in der Lage das Wissen, bereits gestorben zu sein, zu verarbeiten, und werden alle entsprechenden Hinweise als Witz oder Taschenspielerei abtun. Für sie vergeht keinerlei Zeit, selbst wenn sie erschlagen werden, kommen sie einen Wimpernschlag später durch die Tür wieder in den Raum, ohne sich an einen Kampf zu erinnern. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Schatten dauerhaft auszuschalten: Indem man für jeden Schatten eine Schwalbe den Raum bringt, in dem sich der Schatten aufhält. Wenn in der Schatzkammer ein Kampf ausbricht, kommen sie den Wächtern innerhalb von fünf Runden zu Hilfe.

Schätze in der Festhalle

  • Silberschmuck  (Ringe, Ketten, Armbänder) mit geometrischen Ornamenten (gesamt für 500 Gold)
  • Schattenschwert

Media Monday #289

  1. Wenn ich so auf meine Liste ungesehener Filme blicke, sehe ich bloß die Serie Cannabis – Filme gucken ich selten geplant, sondern meistens spontan.
  2. Vaiana allerdings ist mir auf alle Fälle einen Kinobesuch wert, denn wer kann einer heiteren Südseereise schon widerstehen?
  3. In Sachen Literatur habe ich mir derweil vorgenommen Biokrieg zu lesen.
  4. Vielleicht finde ich ja auch endlich die Zeit ein paar der Bücher vom Fernleih-Stapel anzufordern.
  5. Eine Werkschau von Wespenfresser.
  6. Pokemon Go bereitet mir ja seit Kurzem enorme Freude, schließlich bemerke ich so einmal viele der Dinge, an denen ich sonst achtlos vorbeigelaufen bin.
  7. Zuletzt habe ich Much Loved gesehen und das war ziemlich öde, weil ich im zweiten Teil des Films das Gefühl hatte, die Hauptdarstellerinnen sollen unbedingt auf unpassende Art als Heldinnen dargestellt werden.

Die Sakristei der Sancta-Katharina-Kirche in Travnik

Ich hatte (inspiriert von einem Roman) vorgeschlagen, einen Dungeon unter Travnik anzulegen. Ein Bestandteil dieses Dungeons wäre die Sakristei der Heiligen Katharina, welche sich immer noch in der Moschee befände, weil keine weltliche Macht sie öffnen oder zerstören könne.

Für ein Rollenspiel wäre es natürlich sehr ungünstig, wenn man gar nicht hineinkommt. Daher erfordert der Eintritt natürlich ein Rätsel:

Tagsüber lässt sich goldenes (Passions-)Kreuz erahnen, was auf die Tür zur Sakristei gemalt ist. Darunter steht in silbernen lateinischen Lettern »Andreas testimonium meum cruciaminis« (Andreas war Zeuge meiner Marter). Nachts lässt sich auf der Tür stattdessen ein silbernes (Andreas-)Kreuz erahnen, unter dem steht in goldenen lateinischen Lettern »Passionis meae testimonium Dei erga hominem« (Meine Passion zeugt von Gottes Liebe zum Menschen). Die Tür wurde bereits mehrfach überstrichen, aber Inschrift und Kreuze scheinen immer wieder durch.

Wenn man die beiden Kreuze übereinanderlegt, sähe das etwa so aus.

Um Zutritt zu erhalten, muss man drei Dinge tun:

1) Die vier Symbole (Votive genügen) des Martyrium Katharinas an den vier Endpunkten des silbernen Andreaskreuzes befestigen; diese Symbole sind das Schwert (mit dem sie geköpft wurde), die Geißel (mit der sie ausgepeitscht wurde), das dornenbesetzte Rad (zwischen dem sie zerrissen werden sollte) und der Palmzweig (als Symbol für ihre Märtyrerschaft).

2) Die drei Symbole (Votive genügen) ihres Patronats an den beiden Armen und am Kopf des goldenen Kreuzes anbringen. Diese Symbole sind das Buch oder die Schriftrolle (weil sie die 50 gelehrtesten Philosophen Roms im Streitgespräch bekehrte), die Krone (weil ihr Geist über das Fleisch siegte) und die Schere (als Schutzpatronin der Näherinnen und Schneider).

Eine Ikone der Heiligen Katharina mit ihren Symbolen.

3) Nachdem alle Symbole angebracht sind, muss man sich vor der Statue zu Boden werfen und die Fürbitte der Heiligen Katharina beten:

O pia regina, laesi cordis medicina,
Cernere divina concede mihi, Katharina,
Ut de sentina vitiorum carne supina
Elever ad trina, quo mortis nulla ruina.

Wenn man erst einmal drinnen ist, kann man natürlich die Paramente, liturgische Geräte und sonstige Wertgegenstände klauen.  Wenn man das sein lässt, verfügt man über einen reich ausgestatteten Zufluchtsort (mit fließend kaltem Wasser). Unter dem Kredenz befindet sich eine Falltür, durch die man zu den Fundamenten gelangt.

Der Dungeon unter Travnik

Es gibt ja Leute, die gerne in der echten Welt mit fantastischen Elementen spielen. Ich mag das eigentlich auch, finde es aber immer schwierig, dafür gute Abenteuer zu basteln. Beim Lesen des Romans Wesire und Konsuln fiel mir aber eine Szene auf, die man direkt in ein Rollenspiel verpflanzen könnte und die mich zu einem Dungeon inspirierte.

Im 15. Kapitel besucht der junge Konsularssekretär des Fossés den »illyrischen« (eigentlich venezianischen) Doktor Giovanni Mario Cologna, der etwas früher im Buch als Mann beschrieben wird, der Auftreten, Aussehen und selbst das Alter scheinbar beständig wandelt und nach esoterischem Wissen sucht. Er wohnt abseits auf einer steilen Anhöhe in einem verfallenen Haus, dessen Einrichtung man durch den Qualm im Inneren kaum erahnen kann.

Im Laufe des Gesprächs erzählt er, dass nahe dem Travniker Čaršija (dem Marktplatz) die Jeni-Moschee (Neue Moschee, hinter dem Link ein Bild des Geländes) stünde. Zu ihr gehöre ein großes Grundstück, das von einer hoher Mauer umgeben sei. Auf dem Grundstück wüchsen gewaltige Bäume, unter denen Gräber aus längst vergessenen Zeiten lägen.

Blick von der Travniker Burg in die Stadt, © travel_chris 2008.

Doch das sei noch nicht alles: Vor der Eroberung Bosniens durch die Osmanen (zwischen 1463 und 1478) habe auf diesem Grundstück die Kirche der Heiligen Katharina gestanden, deren Mauern bis in die Römerzeit zurückreichten. Ihre Sakristei befinde sich noch heute in der Moschee, denn keine weltliche Macht könne sie öffnen oder zerstören.

Doch Cologna hört hier nicht auf, sondern geht noch weiter zurück in die Vergangenheit: Bereits die Kirche stand auf einem älteren Heiligtum, gebaut aus gigantischen Blöcken roten Granits, in die Szenen aus dem Mysterienkult des Mithra gehauen wurden.

Weiterhin vermutet er, dass sich unterhalb des Mithräums noch ältere Kultstätten griechischer und illyrischer Herkunft befänden.

Ich finde ja, das gäbe einen super Dungeon ab: Ein öffentlich zugängliches Heiligtum, in dem es einen Ort gibt, den man nicht ohne weiteres erreichen kann, unter dem vermutlich drei Ebenen (halb-)vergessener Heiligtümer lagern…

RPG-Blog-O-Quest #016 – Jahresrückblick 2016

Die Greifenklaue möchte unsere guten Vorsätze und Erinnerungen wissen, na mal sehen, was mir da so einfällt.

1. Für 2017 hab ich mir in punkto Rollenspiel vorgenommen endlich mein persönliches Hausregel-OSR-System-Dokument zusammenzustellen.

2. Das beste/einprägsamste Erlebnis 2016 in Deiner Rollenspielrunde war als der Barbar in einer D&D5-Runde mit einem Felsbrocken im Obelix-Stil eine Phalanx Hobgoblins auseinanderkegelte.

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut?

Lite Supers – so viel Spaß hatte ich auf einem Con schon lange nicht mehr.

4. Welchen SC hast Du 2016 am meisten gespielt, welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern?

Achilles der Tiefling, seines Zeichens Arkaner Krieger nach D&D5. Die Mitspieler werden sich vermutlich immer daran erinnern, dass er in Notlagen immer wieder mal Dämonenbeschwörungen und Menschenopfer vorschlug (obwohl er eigentlich ein sehr netter und hilfsbereites Wesen war).

5. 2016 gilt als Jahr vieler toter Promis. Gab es auch tote SC (oder prominente NSC) in Euren Runden?

Ja, Dutzende. Neben Achilles diversen Nahtoderlebnissen sind sowohl die Rangerin als auch der Kleriker einmal richtig gestorben (und mussten wiederbelebt werden).

[RSP-Karneval] Verfluchtes Richtschwert

Diesen Monat geht es im Karneval der Rollenspiel-Blogs um das Thema »Verwunschen, verzaubert, verflucht«. Dieses Thema erinnert mich daran, dass mich die verfluchten Waffen bei D&D (und OSR-Klonen) ziemlich nerven: Der Fluch besteht in erster Linie darin, dass die Waffe einen Malus auf Trefferwurf und Schaden hat und man sie einsetzen muss. Kluge Köpfe fanden allerdings schnell Wege, einige der Nachteile zu ihrem Vorteil auszunutzen, was das gesamte Konzept reichlich ad absurdum führt.

Logo des Karnevals der Rollenspielblogs im Januar 2017: Verwunschen, verzaubert, verflucht.

Nun finde ich verfluchte Waffen an und für sich eigentlich recht gut, denn eine magische Waffe, die einfach nur einen Bonus auf Trefferwurf und Schaden gewährt, macht auch nicht viel her.

Mir spukt daher schon seit einiger Zeit die Idee im Kopf herum, den Einsatz magischer Waffen an sich stilvoller (und unsicherer) zu gestalten, indem einfach jede magische Waffe gleichzeitig einen Fluch trägt. Hierzu inspirierten mich zwei Waffen aus dem Computerspiel Baldur’s Gate: Der Verfluchte Wendespeer und das Bastardschwert gegen Gestaltenwandler. (Es gibt sie auch im PnP-D&D, aber in BG liefen sie mir erstmals über den Weg.)

Richtschwert

Richtschwerter (und Henkersbeile) sind mächtige magische Waffen, die Häschern überreicht werden, die schlimmste Verbrecher jagen. Im Kampf gewähren sie einen Bonus von +5 (bzw. den höchstmöglichen magischen Bonus, den das Regelwerk für magische Waffen vorsieht). Außerdem kann der Träger den Befehl (englisch Command) »Stehenbleiben, im Namen des Gesetzes« aussprechen.

Es gibt aber einen Haken: Wer mit dem Schwert einen Unschuldigen tötet (also jemanden, der weder Vogelfrei noch zum Tode verurteilt war), verliert dauerhaft Trefferpunkte: Das Trefferpunkte-Maximum sinkt unwiderruflich um 1W6.

Ein allzu sorgloser Verbrecherjäger pfeift also schnell aus dem letzten Loch, im Kampf gegen ein besonders mächtiges (und sonst unverwundbares) Monster hingegen mag man diesen Verlust riskieren.

Media Monday #288 (01/2017)

Damit ich mich regelmäßig zum Schreiben bringe, habe ich mir vorgenommen, am Medienmontag teilzunehmen. Das fettgeschrieben stammt vom Media Monday #288, das normal geschriebene sind meine Antworten oder Ergänzungen.

  1.  Im Jahr 2017 freue ich mich im Moment am meisten auf die letzte Staffel von Grimm. Nachdem die letzte Staffel meines Empfindens nach arg geschwächelt hat, hoffe ich nun auf einen würdigen Abschluss.
  2. Wohingegen 2016 Westworld für mich eines der Highlights war, denn so stark wurde ich von keiner Serie mehr mitgerissen, seit ich ein Kind war.
  3. Außerdem habe ich mir fürs neue Jahr vorgenommen, mein Rollenspielprojekt »In die Tiefen« fertigzustellen.
  4. Und nachdem ich zwischen den Feiertagen Gardenscape entdeckt habe, war ich sehr erfreut, weil das Spiel so unglaublich niedlich animiert ist und einen auf so putzige Weise zum Weiterspielen animiert.
  5. Bleibt nur zu hoffen, dass ich jedes Quartal einen Film finde, der mich ins Kino zieht. Letztes Jahr war das teilweise schwierig.
  6. Immerhin wird in diesem Jahr aber häufiger mal wieder ein Roman gelesen, nicht nur Sachbücher.
  7. Zuletzt habe ich Slingshot gelesen und das war sehr langweilig, weil gefühlt immer dann Technomagie zur Verfügung stand, wenn sie gebraucht wurde.