[Karneval der Rollenspielblogs] Cyberbarbaren vor der Cyberstadt

Taarions Beitrag zum Karneval, die OC, hat mich zu einem eigenen Ansatz inspiriert: Was, wenn die Zivilisierten nicht nur WiFi benutzen, sondern komplett virtuelle Wesen wären?

Ich verfolge dabei eine Idee des Transhumanismus weiter, nämlich die Vorstellung, Menschen könnten ihr Bewusstsein komplett in eine Maschine laden und dann als virtuelle Wesen wesentlich effektiver denken als als biologische Wesen.

Aber selbst als vollkommen virtuelle Wesen bräuchten sie noch jemanden, der ihre durchgebrannten Speicherbänke austauscht oder sonstige manuelle Tätigkeiten ausführt, die man für den Betrieb eines Rechenzentrums so braucht. Aus Sicht der zivilisierten Virtualisten handelt es sich bei diesem Fußvolk natürlich um Barbaren, mit denen man sich nur sehr umständlich verständigen kann: Sie sprechen ja nicht binär, sondern müssen zunächst umständlich über einen Gedanken-Ton-Digital-Wandler übersetzt werden.

Diese Gedanken-Ton-Digital-Schnittstelle kann man natürlich überlasten, was für die rein virtuellen Wesen dann einige Nachteile hat: Sie könnten einfrieren oder sogar abstürzen. Für die Virtualisten der reinste Vandalismus, dem man entweder mit Gewalt oder Tributzahlungen begegnen muss. Bei Scheitern drohen massive Schäden. Mit ihrem Übertritt in den Cyberspace wird das unvercyberte Fußvolk so zum cyber-stämmischen Cyber-Barbaren.

Dieser Beitrag ist ein Teil des Karnevals der Rollenspielblogs im Juli 2021.

Ein Gedanke zu „[Karneval der Rollenspielblogs] Cyberbarbaren vor der Cyberstadt

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