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16 Pfeile des Nauraras: Wandbrecherpfeil

Der Wandbrecherpfeil zerbricht, wie sein Name vermuten lässt, Wände.

Beim Rorschachhamster sofort, bei mir mit einer kleinen Verzögerung.

Wandbrecherpfeil

Der Wandbrecherpfeil besteht aus geformten Eis und schmilzt daher, wenn er zu warm wird. Gleichzeitig ist er so spröde, dass er bereits bei leichtem Kontakt zerbricht. Im Kampf macht ihn das recht nutzlos, ein Treffer verursacht nur einen Schaden.

Eine Ausnahme bildet nur Stein: Wenn der Wandbrecherpfeil einen Gegenstand oder ein Monster aus Stein trifft, fließt das Eis über und sprengt den Stein. Das dauert 1W12 Stunden und hält anschließend für 1 Tag an. In dieser Zeit verursacht jeder Treffer einen Todeswürfel bei steinernen Gegnern, natürliche Steine zerbrechen nach sechs Treffern mit einem schweren Hammer (oder ähnlichem Gegenstand).

16 Pfeile des Nauraras: Waldschnitterpfeil

Beim Rorschachhamster schreitet der Schnitter mit seinem Waldschnitterpfeil durch den Wald und erlegt ungesehen alles. Immer diese elfischen Heckenschützen!

Mein erster Gedanke war ja ein Pfeil, der den Wald tötet. Ich glaube, dabei bleibe ich auch.

Waldschnitterpfeil

Der Waldschnitterpfeil besteht aus verkohltem Holz. Gegen gerüstete Gegner ist er nahezu nutzlos, doch das ist auch nicht sein Einsatzzweck: Der sind nämlich Pflanzen

Wird der Pfeil in das Herz eines Baumes geschossen, so wird dieser zu einem Galgenbaum. Dazu ist ein erfolgreicher Fernkampfangriff auf den Baum notwendig.

Nauraras entwickelte diesen Pfeil, um eine Bande »fröhlicher Gesellen« aus einem Wald zu vertreiben, die aus den Baumwipfeln heraus Hinterhalte legten. Dies gelang zwar vorläufig, aber im Laufe der Jahre fielen dem Baum auch diverse Unschuldige zum Opfer – ein Umstand, der Nauraras bis heute Alpträume bereitet.

16 Pfeile des Nauraras: Vektorpfeil

Rorschachhamsters Vektorpfeil fliegt weit, aber auch eher unberechenbar, denn jegliche unbelebte Materie lenkt ihn nur ab. Er spielt damit auf die vektorielle Größe in der Physik an.

Es gibt aber auch den geometrischen Vektor, der die Parallelverschiebung in der Ebene oder im Raum beschreibt (sagt zumindest die Wikipedia). Mit so einer Verschiebung kann man doch eine Menge Spaß haben!

Vektorpfeil

Dieser Pfeil hat zwei Köpfe, die nebeneinander angeordnet sind. Wenn er ein Ziel trifft, bleibt einer der Köpfe darin stecken, der Rest des Pfeils fliegt weiter, bis er auf einen festen Untergrund trifft. Sobald er dort trifft, verschiebt er das Ziel über die Anderwelt parallel zum Ort des des neuen Ziels: Als wenn es einen starken Schubs bekommen hätte.

Nauraras hatte diesen Pfeil entwickelt, um den schwefelsauren Fluss zu überqueren: Normale Teleportation über den Fluss war unmöglich, weil man die gegenüberliegende Seite wegen der ätzenden Säurenebel nicht sah. Dort musste er aber feststellen, dass Tariel, der Recke im Tigerfell, ihm zuvorgekommen war: Er hatte einige Zwerge angeheuert, die ihm einen Tunnel unter dem Fluss gegraben hatten.

16 Pfeile des Nauraras: Siebenpfeil

Beim Rorschachhamster wird der Siebenpfeil zum Pfeil des Siebengestirns, nämlich von Sonne und Planeten und greift damit auf babylonische Symbolik zurück.

Glücklicherweise gibt die Sieben ja ausreichend Symbolik für hunderte Blogbeiträge her.

Siebenpfeil

Der Siebenpfeil sieht aus wie ein Pfeil mit sieben hintereinander angeordneten Spitzen und ist ebensosehr Segen wie Fluch des Schützen.

Nach einem Treffer mit dem Siebenpfeil hat der Schütze 7 Minuten Zeit, um 7 andere Lebewesen mit Pfeilen zu treffen. Wenn ihm dies gelingt, erleiden alle Ziele jeweils 7 Todeswürfel.

Wenn ihm dies aber nicht gelingt, erleidet stattdessen der Schütze 7 × 7 (49) Todeswürfel und heilt das ursprüngliche Ziel von jeglichem Schaden.

Nauraras erschuf diesen Pfeil, um den Jäger des Jähzorns zu erlegen: Er spielte diesem vor, der Pfeil könne als einziger den Hirsch mit dem Goldenen Geweih erlegen, auf das jener so versessen war. Der Pfeil traf tatsächlich, doch der Jäger starb, bevor er den Hirsch endgültig erlegen konnte.

16 Pfeile des Nauraras: Porzellanpfeil der drei Völker

Der Porzellanpfeil der drei Völker ist beim Rorschachhamster sehr zerbrechlich und der Völkerverständigung gewidmet.

Ich habe mal ganz tief in der Sprachgeschichte gewühlt und geguckt, welche Bedeutungen Volk noch so haben kann. Bei mir wird es daher etwas abstrakter.

Porzellanpfeil der drei Völker

Der Mahnpfeil sollte den Frieden zwischen drei Völkern besiegeln, die einander bis dahin erbittert bekämpften. Um den Kreis der Blutrache zu durchbrechen, schworen alle Mitglieder einen Eid: Wer auch immer Blut zwischen den Völkern vergieße, solle durch diesen Pfeil sterben. Heute gibt es allgemeinere Fassungen des Pfeils, um Verträge zu besiegeln – vor allem, wenn die Vertragspartner einander nicht trauen.

Alle Beteiligten schwören einen Eid auf diesen Pfeil, einen Vertrag einzuhalten. Keiner der Eidgenossen kann durch diesen Pfeil getötet werden, außer er bricht den Eid. Bei einem solchen Eidbrecher verursacht ein Treffer zusätzlich zum Schaden direkt 6 Todeswürfel.

Gegen andere Gegner wirkt der Pfeil wie ein ganz gewöhnlicher Pfeil.

16 Pfeile des Nauraras: Pfeil des unmöglichen Winkels

Der Pfeil des unmöglichen Winkels weckt Erinnerungen an Escher oder den Cthulu-Mythos. Wege, die nach oben führen, bei denen man dann aber links aus dem Fenster wieder herauskommt.

Rorschachhamsters Pfeil krümmt den Raum für den Schützen. Coole Idee auf jeden Fall, nur frage ich mich, warum ich das mit einem Pfeil tun sollte: Einen Pfeil benutze ich, um etwas in der Ferne zu verändern. Ich werde daher auf seiner Idee aufbauen, aber versuchen, es ferner zu nutzen.

Pfeil des unmöglichen Winkels

Die Spitze dieses Pfeils besteht aus einem seltsam geschliffenen Stein, bei dem das Auge keine klaren Winkel ausmachen kann.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Pfeil einzusetzen: Entweder gegen ein Ziel oder gegen einen Ort. Wenn der Pfeil gegen ein Ziel gerichtet wird und trifft, muss es einen Rettungswurf gegen Intelligenz (bzw. Magie) werfen. Bei einem Erfolg muss es sich für 1W6 Züge orientieren, bei einem Teilerfolg kann das Ziel für 1W6 Züge lediglich die Handlung angeben, aber nicht den Ort, an dem die Handlung stattfindet, bei einem Misserfolg geht das Ziel für eine Runde in die Irre.

Gegen einen Ort eingesetzt wirkt der Pfeil 1W6 Züge lang einmalig auf alle, die sich dem Pfeil bis auf 6 m nähern: Sie werden vom Zauber so betroffen als wenn sie einen Teilerfolg beim Rettungswurf erzielt hätten.

Während seiner Zeit als Söldner nutzte Nauraras diesen Pfeil, um gegnerische Formationen zu verwirren und so Lücken für Angriffe der Verbündeten zu schaffen.

16 Pfeile des Nauraras: Pfeil des Brechens

Der Pfeil des Brechens zerbricht beim Rorschachhamster die Moral des Ziels. Glücklicherweise kann man ja noch viel Dinge kaputtmachen als nur die Psyche!

Ich möchte daher eher Gegenstände zerbrechen.

Pfeil des Brechens

Der Kopf des Pfeils sieht wie eine Stimmgabel aus, der Pfeil selbst hat einen Schnitt in der Mitte. Beim Abschuss ertönt ein unangenehm hohes Sirren, das sich beim Treffer auf das Ziel überträgt.

Ein belebtes Ziel fühlt sich davon übel, es muss einen Zug aussetzen und erleidet einen Erschöpfungswürfel.

Ein unbelebtes Ziel verliert seine Festigkeit, dadurch sinkt der Rüstungsschutz um 1.

16 Pfeile des Nauraras: Pfeil der Wolken

Zweiter Wolken-Pfeil, diesmal mit weniger Wind.

Pfeil der Wolken

Ein Treffer mit diesem Pfeil verwandelt den getroffenen Körperteil oder Gegenstand in eine Wolke, falls ein Rettungswurf gegen Konstitution (bzw. Versteinerung) mißlingt. Der Körperteil funktioniert problemlos weiter, aber die Wolke kann von Luftzug oder Wind verweht werden – wodurch man diesen Körperteil nicht mehr gezielt anwenden kann.

Ein Wolkenbein würde den Körper also normal weitertragen, bis Wolke und Körper getrennt werden. Dann hätte der Körper für alle praktischen Zwecke nur noch ein Bein.

Der Pfeil funktioniert nur gegen Körper mit einem hohen Wasseranteil. Nach 1W12 Minuten verwandelt sich die Wolke zurück.

16 Pfeile des Nauraras: Pfeil der Gewitterwolken

Der Rohrschachhamster schummelt und bringt heute gleich zwei Wolken-Pfeile auf einmal! Da mache ich natürlich nicht mit, bei mir gibt es heute nur die Gewitterwolke, der allgemeine Wolken-Pfeil muss bis morgen warten.

Ich habe mich erstmal in der Wikipedia schlaugemacht, was eine Gewitterwolke eigentlich so alles ausmacht:

  • Sie sieht aus wie ein Amboss,
  • Sie verursacht starke, kaum vorhersagbare Auf- und Abwinde bzw. Böen und
  • enthält sehr viel Flüssigkeit, die sie in Form von Regen, Hagel oder Schnee abgeben kann.

Interessanterweise führt sie, trotz des Namens, nicht zwingend zu Gewitter. Mythologisch haben Donnergötter und der Donnervogel eine Verbindung zu diesen Wolken.

Ich finde, damit kann man schon arbeiten.

Gewitterwolke

Die Spitze des Pfeils sieht wie ein Amboss aus. Um die Wirkung des Zaubers auszulösen, muss man den Pfeil so auf eine harte Oberfläche schießen, dass es einen lauten Knall gibt.

In dem Umkreis, in dem man den Knall hören konnte, entsteht anschließend ein starker Windsog in Richtung des Aufschlags. Dieser Wind zieht die Luftfeuchtigkeit aus der Umgebung mit sich, wodurch die Feuergefahr steigt und das Atmen unangenehm wird – je nach Trockenheit der Umgebung verursacht dies 1 bis 2 Erschöpfungswürfel.

Innerhalb von 1W6 Minuten entsteht ein starkes Gewitter. Im Umkreis des Gewitters verhindern die starken Winde jegliches Fliegen: Wer es versucht, wird unkontrolliert hin- und hergeworfen und nach 10W6 Minuten an einem zufälligen Ort abgeladen. Für jede Minute, die dieser unfreiwillige Flug dauert, erleidet die Figur einen Erschöpfungswürfel.

[Karneval der Rollenspielblogs] Der Riese Hüklüt

Beim Karneval der Rollenspielblogs geht es diesen Monat um das Thema »Riesen«. Das hat mich an eine Geschichte erinnert, die uns in der Grundschule erzählt wurde: Der Riese Hüklüt und das Teufelsmoor.

Ich hatte die Geschichte allerdings vollständig anders in Erinnerung als die Form, die ich im Netz finden konnte – aber das ist bei mündlich überlieferten Sagen ja nun nicht so unüblich. In der Geschichte, die ich kenne, hat Dietrich dem Riesen gesagt, der bräuchte den Sand um die Moorlöcher zu umgehen. Als der Riese dann trotzdem in einem steckenblieb, warf er den Sand nach Dietrich und begrub ihn unter dem Weyerbarg. Die anderen Moorbewohner versuchten, Hüklüt zu erschießen, aber ihre Pfeile waren nutzlos, der Riese verhungerte dann elendig im Moor.

Es ist auf jeden Fall ein schönes Beispiel, wie man einen Riesen überwältigen kann, den man nicht verletzen kann. Es bietet aber auch über die direkte Auseinandersetzung hinaus einige Ideen für den Einsatz eines solchen Riesen im Abenteuer:

Die Leiche des Riesen könnten im Moor versunken und zu einer gigantischen Moorleiche geworden sein.

  • Für einen bösartigen oder verzweifelten Zauberer könnte das ein Mittel sein, um seine Feinde doch noch zu besiegen. (Für noch mehr Lokalkolorit könnte der Zauber die Moorteufel als Helfershelfer einspannen.)
  • Wahlweise könnten die Helden im Auftrag eines Museums oder einer Forscherorganisation ausgesandt worden sein, um die Überreste des Riesen zu finden.
  • Und wer sagt überhaupt, dass der Riese tot ist? Was, wenn Riesen nur durch Waffengewalt sterben können und der Riese zu einer der Landmarken im Teufelsmoor geworden ist und jetzt aufzuwachen droht, als genau hier entwässert oder gebaut werden soll? In dem Fall könnten die Spieler versuchen, das Bauprojekt zu verhindern – oder umgekehrt angestellt sein, um es gegen den Widerstand vor Ort durchzuboxen.