Monsterhandbuch: Riesenskorpione

Skorpione gelten als tödlich giftig und leben in Höhlen, daher dürfen sie bei Dungeons & Dragons natürlich nicht fehlen. Hier werden sie allerdings deutlich größer als in Wirklichkeit und sehen auch Menschen als Beute an.

Ich dachte bisher immer, Skorpione fände man nur in Sand- und Steinwüsten, musste aber lernen, dass sie auch im tropischen Regenwald und in bis zu 800 m Tiefe unter der Erde vorkommen. Im Gegensatz zu den Wüstenskorpionen, die nur sehr wenig Wasser benötigen, sind die Regenwaldskorpione auf eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Über kurze Distanzen laufen sie recht schnell, haben aber nur wenig Ausdauer und benötigen daher viele Pausen, wenn sie lange Strecken wandern wollen.

Die meisten Skorpione sind Einzelgänger, aber es gibt auch einige Arten, die in Gruppen auftreten. Dies macht es fürs Rollenspiel einfacher, ihnen noch andere Aufgaben zuzuteilen als „taucht auf, piekst dich, du bist tot“. Gut, man könnte sie natürlich auch als Einzelgänger noch gegen die verschiedenen Riesenschnecken und -insekten einsetzen.

Sie könnten von eher stationären Gruppen, etwa Banditen oder Häuptlingen, als Reit- und Kampftiere eingesetzt werden, sowohl bei der Verteidigung als auch bei Überfällen. Bei einzelgängerischen Skorpionen würde dann vermutlich nur der ranghöchste Kämpfer einer Gruppen einen solchen Skorpion besitzen. Auch Sklavenjäger könnten derartige Skorpione für ihre Überfälle benutzen, in diesem Fall gäbe es vermutlich eine Arbeitsteilung zwischen Reitern, Skorpionswirten und Transporteuren. Benötigt würden in jedem Fall unterirdische Skorpionsställe, idealerweise in Höhlen.

Umgekehrt würden es sich auch anbieten, Sklavensoldaten auf einen Skorpion zu setzen, den man vorher so abgerichtet hat, dass er nur unter bestimmten Bedingungen ein Absteigen duldet. Die Rüstung solcher Reiter wären dann hinten vermutlich offen, um die Gefahr eines erfolgreichen Stichs zu erhöhen. Auf diese Weise kann auch der böse, menschenhassende Zaubererkönig eine berittene Leibgarde auffahren.

Das Gift eines Skorpions tötet über einen Zeitraum von 5 bis 20 Stunden durch Atemstillstand. Fürs Rollenspiel würde ich das durch ein Gift ersetzen, das über diesen Zeitraum zum Tod durch Wundstarrkrampf führt: Ein Stich verlangsamt den Gegner (wie der Zauber) und wenn man nicht schnell genug das Gegengift einnimmt, stirbt man. Das Gegengift lässt sich laut mittelalterlichen Schriften sehr einfach herstellen, aber es dauert seine Zeit: Man muss nämlich einen tödlich giftigen Skorpion bei lebendem Leib für eine ganze Woche in Öl kochen und dieses Skorpenöl dann trinken.

Als kleine Ergänzung hier noch das Horoscope Préludes Skorpion, eine musikalische Interpretation des gleichnamigen Sternzeichens, die mir bei der Recherche quasi als Beifang ins Netz ging.

Riesenskorpion

  • Rüstungsklasse 15
  • Trefferwürfel 4
  • Angriffe 2 Scheren und 1 Stachel
  • Schaden 1W10 und Gift
  • Bewegung 50 Fuß (gehen)
  • Anzahl 1W6
  • Rettungswurf  wie Krieger 2
  • Moral 11
  • Schätze keine
  • Erfahrung 280

Riesenskorpione werden so groß wie ein Pony und mögen, neben Rieseninsekten und -schnecken, auch Menschen zum Fressen gern. Sie nehmen ihre Beute mit ihren Scheren gefangen (funktioniert wie ein Ringangriff) und zerquetschen sie darin langsam (automatisch Schaden, bis man sich entwindet).

Ihren Stachel setzen sie nur ein, wenn die Beute zu groß oder zu wild ist, um sie mit den Scheren zu besiegen. Es lähmt die Beute langsam (Wirkung wie Zauber Verlangsamen, Rettungswurf, bei Erfolg Tod nach 20 Stunden, ansonsten Tod nach 5 Stunden).

Sie können gezähmt und geritten werden, was insbesondere Sklavenjäger aus dem tropischen Regenwald und den Hitzewüsten häufig ausnutzen.

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