Monsterhandbuch: Fäulnislarve

Bei der Fäulnislarve handelt es sich um eine etwa handgroße Made, die unter schatzbeladenen Leichen auf Opfer lauert, sich in deren lebendes Fleisch bohrt, darin bis zum Herzen wandert und sich dort verpuppt, was für den Wirt äußerst tödlich ist. (Sie verwandeln sich dann vermutlich in die fleischfressenden Skarabäen aus dem 1999er-Film Die Mumie).

Inspiriert wurde die Geschichte vermutlich von der Myiasis, also Fliegenlarven als parasitären Fleischfressern in lebendem Organismen. Die meisten davon fressen zwar nur abgestorbenes Gewebe, aber es gibt mit der Schraubenwurmfliege (Chrysomya bezziana und Cochliomyia hominivorax) mindestens eine Fliegenart, deren Auswirkungen denen der Fäulnislarve stark ähneln: Sie dringen über kleinste Wunden in den Körper ein, bohren sich dort in lebendes Gewerbe und machen es sich dann dort gemütlich, wobei sie Entzündungen hervorrufen.

Genau genommen handelt es sich bei der Fäulnislarve um kein Monster, sondern eher um eine tödliche Falle: Wenn man die von ihnen möglicherweise befallenen Schätze nicht vorsichtig behandelt, wird man von ihnen befallen und stirbt binnen weniger Runden. Das macht sie zu einer der klassischen Fallen, die Vorhersehen der Wünsche des Meisters oder pures Glück erfordern, um sie zu überleben. Ich mag diese Art Fallen nicht, weshalb ich sie in dieser Form nicht übernehmen möchte.

Mir fallen drei Möglichkeiten ein, wie man mit den Fäulnislarven umgehen kann:

  1. Langsame Infektion, die den Betroffenen im Laufe der Zeit schwächt. Hier könnte eine Larve, die sich eingegraben hat, jeden Tag einen Punkt Konstitution oder einen Teil der maximalen Trefferpunkts kosten, bis der Befall entweder geheilt wird oder der Befallene stirbt. Nach 2W6 Tagen verpuppt sich die Larve, hat aber in der Zeit bleibende Schäden angerichtet.
  2. Schnelle Infektion, bei dem der Tod innerhalb einer Stunde eintritt. Man hat also 10 Minuten Zeit, etwas gegen die Larven zu unternehmen: Ausbrennen, den ursprünglich befallenen Körperteil amputieren, etwas tödliches in den von der Larve gefressenen Gang einflößen, um sie zu töten… In allen Fällen dürften die Heilungsversuche massiven Schaden verursachen und ihrerseits den Tod herbeiführen können.
  3. Vorübergehende Infektion, die den Betroffenen zwar wie in Möglichkeit 1 schwächt, bei der die Wirkung nach Verpuppung der Larve aber von selbst verheilt.

Von diesen drei Möglichkeiten gefällt mir 1 am besten: Man hat Zeit, zu handeln, aber je länger man wartet, desto mehr kostet einen die Infektion. In keinem Fall geht es darum die Maden zu treffen, sondern es geht immer darum, dem Befallenen mit dem Heilungsversuch weniger zu schaden als die Maden es täten. Eine Made wird durch einen Treffer, der Schaden verursachen kann, immer getötet, sie ist zu klein, um Angriffe zu überleben.

Man kann natürlich auch Möglichkeit 1 und 2 kombinieren, 1 für die Larven und 2 für die ausgewachsenen Todeskäfer.

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