Monsterhandbuch: Gnome

Gnome, die vermutlich unbestimmteste Rasse, die sich im D&D-Multiversum finden lässt. Von der reinen Beschreibung im Spielerhandbuch her sind sie eine seltsame Mischung aus der elfischen Naturverbundenheit und zwergischer Baukunst.

Versuche, ihnen einen eigenen Spielraum zu gewähren, führten zur verbreiteten Idee des wahnsinnigen Gnomen-Erfinders, der meines Wissens nach in der Welt der Drachenlanze seinen Ursprung nahm. Skerples versuchte sich vor einiger Zeit ebenfalls an einer eigenen Variante, die er Surly Gnome taufte. Für meinen Geschmack ähneln die zwar zu sehr den Orks, aber die Grundlage greife ich für meine Gnome ebenfalls auf, verbinde sie allerdings mit der Naturverbundenheit aus AD&D2-Tagen und der Wurzelform und den Kristallaugen der Gnole aus Margaret St. Clairs Geschichte The Man Who Sold Rope to the Gnoles.

Gnome

  • Rüstungsklasse 15
  • Trefferwürfel 1
  • Angriffe 1 oder Pflanzenbeherrschung
  • Schaden 1W6 oder Sonderwirkung
  • Bewegung 20 Fuß (gehen)
  • Anzahl 1W8 / 5W8
  • Rettungswurf wie Krieger 4
  • Moral 8
  • Schätze D
  • Erfahrung 25

Wenn man Gnome zum ersten Mal sieht, würde man sie für etwa 70 cm lange Wurzeln halten, deren 30 cm Grün noch nicht gerupft wurde. Diese Ansicht ändert sich allerdings rasch, wenn die Wurzel sich bewegt und einen anspricht und aus ihren Kristallaugen anblinzelt.

Das Verhältnis der Landbewohner zu Gnomen ist ein wenig durchwachsen. Einerseits garantieren Gnome eine Ernte (wenn auch nicht zwingend eine gute) und halten Räuber und böse Geister fern, andererseits erwarten sie regelmäßige Gaben von großen Mengen Milch. Wer nicht genug Milch abliefert, muss mit schweren (und oft tödlichen) Unglücksfällen rechnen oder sieht sein Land verdorren.

Gnome kontrollieren alle Pflanzen in den von ihnen bewohnten Gang, können sie frei durchschreiten, einen bequemen Weg durch sie hindurchbahnen oder auch andere Wesen in ihren Wurzeln, Zweigen und Ranken verstricken lassen.

Wie Unkraut vergehen Gnome nicht, selbst wenn man sie erschlägt und verbrennt, wächst aus ihrer Asche ein neuer Gnom heran. Da sie sehr nachtragend sind, erweist es sich oft als besser, ihnen gar nicht erst in die Quere zu kommen. Es gibt nur einen Weg, einen Gnom zu töten: Ein Säugetier muss die Überreste fressen. Allerdings kostet dieser Sieg ein Leben, denn auch das Tier, das den Gnom frisst, stirbt qualvoll.

Glücklicherweise brauchen Gnome menschliche Hilfe, wenn sie einen neuen Gnom pflanzen wollen: Dazu muss ein Mensch einen Gnom in die Erde pflanzen und mit 2 Liter des eigenen Bluts düngen. Gnome lassen sich manchmal erweichen, dies als Ersatz für ausgebliebene Milchlieferungen zu akzeptieren.

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