[RSP-Karneval] Verfluchtes Richtschwert

Diesen Monat geht es im Karneval der Rollenspiel-Blogs um das Thema »Verwunschen, verzaubert, verflucht«. Dieses Thema erinnert mich daran, dass mich die verfluchten Waffen bei D&D (und OSR-Klonen) ziemlich nerven: Der Fluch besteht in erster Linie darin, dass die Waffe einen Malus auf Trefferwurf und Schaden hat und man sie einsetzen muss. Kluge Köpfe fanden allerdings schnell Wege, einige der Nachteile zu ihrem Vorteil auszunutzen, was das gesamte Konzept reichlich ad absurdum führt.

Logo des Karnevals der Rollenspielblogs im Januar 2017: Verwunschen, verzaubert, verflucht.

Nun finde ich verfluchte Waffen an und für sich eigentlich recht gut, denn eine magische Waffe, die einfach nur einen Bonus auf Trefferwurf und Schaden gewährt, macht auch nicht viel her.

Mir spukt daher schon seit einiger Zeit die Idee im Kopf herum, den Einsatz magischer Waffen an sich stilvoller (und unsicherer) zu gestalten, indem einfach jede magische Waffe gleichzeitig einen Fluch trägt. Hierzu inspirierten mich zwei Waffen aus dem Computerspiel Baldur’s Gate: Der Verfluchte Wendespeer und das Bastardschwert gegen Gestaltenwandler. (Es gibt sie auch im PnP-D&D, aber in BG liefen sie mir erstmals über den Weg.)

Richtschwert

Richtschwerter (und Henkersbeile) sind mächtige magische Waffen, die Häschern überreicht werden, die schlimmste Verbrecher jagen. Im Kampf gewähren sie einen Bonus von +5 (bzw. den höchstmöglichen magischen Bonus, den das Regelwerk für magische Waffen vorsieht). Außerdem kann der Träger den Befehl (englisch Command) »Stehenbleiben, im Namen des Gesetzes« aussprechen.

Es gibt aber einen Haken: Wer mit dem Schwert einen Unschuldigen tötet (also jemanden, der weder Vogelfrei noch zum Tode verurteilt war), verliert dauerhaft Trefferpunkte: Das Trefferpunkte-Maximum sinkt unwiderruflich um 1W6.

Ein allzu sorgloser Verbrecherjäger pfeift also schnell aus dem letzten Loch, im Kampf gegen ein besonders mächtiges (und sonst unverwundbares) Monster hingegen mag man diesen Verlust riskieren.

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