D&D 5: Die Vornheim-Chroniken 7

Zum Ende der sechsten Sitzung kehrten wir mit schwerem Werkzeug in den Dungeon zurück, um ein Hohlraum aufzustemmen. Das gelang uns nach kurzer Zeit auch, darunter fanden wir einen weiteren Tunnel, der quer zum bestehenden Tunnelsystem lief.

Wir seilten uns ab und machten uns auf, die Gänge zu erforschen. Zunächst fanden wir bloß einige Kammern, von denen aus offensichtlich von unten aus Gräber ausgeschaufelt worden waren. Wir erfuhren auch, warum: Hier wohnten Ghule. Wir erschlugen insgesamt vier Stück, die sich in den Kammern versteckten, ohne dabei groß ins Schwitzen zu kommen.

In einem der Räume war aus Särgen eine Art Thron gebaut worden. Darauf saß ein besonders großer, böser und zudem von einer arkanen Aura umgebener Ghast. Er ließ sich auf kein Gespräch ein, sondern verhöhnte uns etwas und griff dann an. Mit Müh und Not (und vielen Magischen Geschossen) konnten wir ihn bezwingen. Der Kampf war es allerdings wert, denn im Raum fanden wir nicht nur eine verschüttete Treppe, sondern auch Schätze: Drei Pergamente mit Zaubersprüchen (Expeditious Retreat, Leomunds Tiny Hut, Find Familiar), einen Stab der Magischen Geschosse, ein Öl der Schärf, zwei Heiltränke und das gesuchte Bildnis »Die Nackte und der Troll«.

Wir rasteten kurz, damit Rietsch und Helmar ihre Wunden versorgen und verschnaufen konnten. Edotian nutzte die Zeit, um die Funktionsweise des Zauberstabs herauszufinden (was sich später als lebensrettend herausstellte).

Frisch und munter machten wir uns wieder auf den Weg tiefer in den Dungeon, bis wir in eine Falle von sechs Ghulen liefen. Nur mit sehr viel Glück (und dem Einsatz nahezu aller Ladungen des Stabs) gelang es uns, sie zu besiegen. Wir krochen auf dem Zahnfleisch aus dem Dungeon heraus und lieferten das Bild in der Künstlergilde ab, wo wir auch die versprochene Belohnung von 500 Goldmünzen erhielten.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zu Bras dem Schleimigen, um uns anzuhören, wie wir seinen Fluch brechen können. Die Gruppe achtete sehr auf ihr Auftreten, damit Bras ja nicht bemerkt, dass wir es waren, die ihm Valentine van Hexen vor der Nase weggeschnappt hat. Es stellte sich heraus, dass Bras noch wesentlich Furcht einflößender aussah als zunächst vermutet, seine Haut schmolz und tropfte ständig umher.

Bras erzählte uns, wie er verflucht wurde: Er hatte sich zusammen mit seinem Freund Bernard einer zwielichtigen Sekte angeschlossen, weil er hoffte, dort würden verruchte Orgien gefeiert. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Sekte ihn weniger als Kultbruder, sondern eher als Opfer betrachtete. Er fand sich gefesselt auf einem finsteren Altar wieder, wo er nach einer Beschwörung von … etwas … berührt wurde. Diese Berührung ließ seine Haut zu tropfendem Wachs werden.

Er hatte schon diverse Söldner losgeschickt, um die Opferstätte zu untersuchen, aber bislang kehrte niemand zurück. Er will nun selbst gehen, benötigt aber die Gruppe als Eskorten. Wir sagen zu und machen uns auf den Weg.

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