Das Schwert der Eurydike

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Manchmal reicht ein normales Schwert nicht aus. Manchmal sind die Feinde zu mächtig, um ein Schwert gegen sie zu richten. Manchmal hält der Feind das Schwert in der Hand. Und manchmal muss es ein tragischer Tod sein. In all’ diesen Fällen ist das Schwert der Eurydike die Waffe der Wahl.

Dabei führt der Name in die Irre. Es gibt zwar tatsächlich ein Schwert des Namens, aber die eigentliche Waffe ist ein Pergament, welches in der Scheide des Schwerts versteckt ist. Über die Jahrhunderte wurde das Pergament schon oft entfunden, entschlüsselt und in andere okkulte Bibliotheken übernommen. Grundsätzlich enthalten diese Kopien alles erforderliche Wissen, um das Schwert der Eurydike erfolgreich anzuwenden – das Schwert lässt sich problemlos durch Beliebiges anderes ersetzen. Einzige Voraussetzung ist, dass der Gegenstände eine Geschichte hat, die glaubhaft macht, dass der Gegenstand über übernatürliche Kräfte verfügen könnte.

Ein Teil des Pergaments ist allgemein bekannt, denn es enthält die Geschichte von Orpheus Gang in die Unterwelt und andere Teile der Sagen des griechischen Altertums. Dieses Pergament geht aber weit darüber hinaus und erzählt nicht nur die altbekannten Geschichten, sondern enthält auch den Schlüssel, um sie als Waffe zu nutzen. Eine Waffe, mit der man nicht nur den Körper, sondern auch die Seele seines Feindes vernichtet.

Im Grunde ist das skizzierte Vorgehen einfach: Zunächst erhält das Opfer das vorgebliche Schwert der Eurydike, also die Waffe. Ihm wird suggeriert, die Waffe würde ihm übernatürliche Kräfte verleihen. Mit diesem übersteigerten Selbstvertrauen wird es dann auf eine unmögliche Mission geschickt. Während dieser Mission werden gezielt Gerüchte gestreut, dass in Wirklichkeit ein Fluch auf dem Opfer liegt, so lange, bis die ständigen Fehlschläge sein Selbstvertrauen vollkommen untergraben haben und es einsam und verlassen nur noch den Tod sucht.

Das Schwert der Eurydike kann daher in nahezu jeder beliebigen Welt eingesetzt werden. In typischen Fantasywelten dürfte es dem Opfer ein verfluchtes Geas anhängen, das auf die üblichen Weisen gebannt werden kann. In weniger magischen Welten funktioniert es über Psychotricks, entsprechend lässt sich Opfer durch psychologische Betreuung auch wieder aufbauen. In jedem Fall wird seine Macht gebrochen, wenn das Opfer die Aufgabe allen Widerständen zum Trotz erfüllt.

Zwar ist es durchaus möglich, das Schwert der Eurydike auch gegen die eigene Gruppe einzusetzen, davon würde ich allerdings eher abraten. Sinnvoll lässt es sich hingegen einsetzen, wenn das Opfer des Fluchs die Gruppe um Hilfe bittet. In diesem Fall würde das Opfer sie zunächst zu einer normal wirkenden Queste einladen, die erfolgreich verläuft – und sie in einem zweiten Teil erneut um Hilfe bitten, wenn der Zusammenbruch nahe ist. Die SC müssen dann in einem Wettlauf gegen die Zeit dafür sorgen, den Fluch zu brechen.

Da das Schwert der Eurydike alt und vergleichsweise weit verbreitet ist, sollte der durchschnittliche Okkultist mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 % von ihm gehört haben.

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